Mobile Retter sind ein voller Erfolg für Gesundheitsversorgung im HSK

Marcel Tillmann und Dr. Bernd Schulte

Der Gesundheits- und Sozialausschusses des Hochsauerlandkreises hat sich in seiner letzten Sitzung am 23. Mai über den Stand des Projektes Mobile Retter informiert. Die Einführung der Mobilen Retter ging auf eine Initiative der Jungen Union Hochsauerland sowie einen entsprechenden Antrag der CDU-Kreistagsfraktion aus dem Jahr 2018 zurück. Trotz Corona-bedingter Einschränkungen wurden seit dem Start des Smartphone-basierten Rettungssystems im September 2019 bis Ende März 2022 bereits 230 Einsätze durch Mobile Retter absolviert. In 60% dieser Fälle wurde durch die alarmierten Mobilen Retter eine Herzdruck-Massage durchgeführt.

Über den ganzen HSK verteilt sind derzeit 829 Mobile Retter ehrenamtlich aktiv.

„Das Projekt Mobile Retter erweist sich im HSK als großer Erfolg. Durch dieses Hilfsmittel werden effektiv Leben gerettet, wie die eindrucksvollen Schilderungen eines Mobilen Retters im Ausschuss gezeigt haben“, sagt der neue Vorsitzende des Gesundheits- und Sozialausschusses, CDU-Kreistagsmitglied Fritz Nies aus Arnsberg. Nies bedankte sich im Ausschuss stellvertretend für die über 800 Mobilen Retter bei Retter Denis Baier, der von einem erfolgreichen Einsatz berichtet hat. Dr. Bernd Schulte, stellv. Fraktionsvorsitzender der Kreistagsfraktion ergänzt: „Mit der sehr beachtlichen Zahl an Mobilen Rettern, die bereits im HSK mitmachen, ist der Kreis binnen kurzer Zeit auch in die Spitzengruppe der an dem Projekt teilnehmenden Landkreise aufgestiegen.“

Friedrich Nies

Der Kreistag hatte die Einführung der Mobilen Retter im HSK 2018 einstimmig entsprechend einem Antrag der CDU-Kreistagsfraktion beschlossen. Die Initiative war ursprünglich von der Jungen Union Hochsauerland ausgegangen. Deren Kreisvorsitzender Marcel Tillmann, gleichzeitig ebenfalls CDU-Kreistagsmitglied, lobt das Projekt: „Die Mobilen Retter zeigen, wie klug genutzte Digitalisierung und das große ehrenamtliche Engagement im Hochsauerlandkreis die Gesundheitsversorgung in unserer ländlichen Region weiter verbessern.“

Die Funktion des Systems „Mobile Retter“ ist einfach: Geht bei der Leitstelle ein Notruf wegen eines Herz-Kreislauf-Versagens ein, wird wie bisher sofort ein Rettungswagen alarmiert. Gleichzeitig werden über die App sogenannte „Mobile Retter“ in der Nähe des Einsatzortes gesucht und über den Einsatz informiert. Die ehrenamtlich tätigen Mobilen Retter sind qualifizierte Ersthelfer wie z.B. Feuerwehrmänner, Rettungssanitäter, Krankenschwestern, Polizisten oder Ärzte, die sich in der App registriert und fortgebildet haben. Das System ergänzt damit die bisherigen Strukturen und ermöglicht die Überbrückung der Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durch qualifizierte Handgriffe. Gleichzeitig kann so jedermann, der auch bereits vorher die überlebenswichtige Erste Hilfe leistet, unterstützt werden. Die Statistik zeigt derzeit eine durchschnittliche vorausberechnete Eintreffzeit der Mobilen Retter von nur knapp über vier Minuten, weshalb in vielen Fällen die Mobilen Retter vor dem Rettungswagen vor Ort sein können.

Weitere Informationen über das Projekt, die Möglichkeit als Mobiler Retter teilzunehmen und Trainingstermine erhalten Sie unter: https://www.hochsauerlandkreis.de/hochsauerlandkreis/buergerservice/gesundheit/rettungsdienst-feuer-und-katastrophenschutz/mobile-retter

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