Kreis­tags­frak­tio­nen von CDU und FDP for­dern deut­li­che Sen­kung der Kreisumlage

Auf der Tages­ord­nung der Kreis­tags­sit­zung am Frei­tag die­ser Woche steht die Ver­ab­schie­dung des Kreis­haus­hal­tes für das nächs­te Jahr. In einem gemein­sa­men Antrag for­dern CDU- und FDP-Kreis­tags­frak­ti­on nach ihren jewei­li­gen Haus­halts­be­ra­tun­gen eine Sen­kung der all­ge­mei­nen Kreis­um­la­ge für das Jahr 2022 um ins­ge­samt 0,82% im Ver­gleich zum vor­ge­leg­ten Haus­halts­plan­ent­wurf. Der Ent­wurf war von einem gleich­blei­ben­den Kreis­um­la­ge­he­be­satz mit 33,72% aus­ge­gan­gen. Mit dem Vor­schlag von CDU und FDP wür­de die Kreis­um­la­ge für das kom­men­de Jahr nun auf 32,90% festgesetzt.

Die vor­ge­schla­ge­ne Sen­kung resul­tiert zunächst aus der Ände­rungs­lis­te des Kreis­käm­me­rers, die bereits von Sei­te der Ver­wal­tung eine Sen­kung des Kreis­um­la­ge­he­be­sat­zes um 0,15% ermög­licht. FDP und CDU schla­gen dar­über­hin­aus­ge­hend eine Sen­kung um noch­mals 0,67%-Punkte vor. Lud­wig Schul­te und Fried­helm Wal­ter, Vor­sit­zen­de der CDU- und der FDP-Kreis­tags­frak­ti­on, begrün­den die­sen Vor­schlag: „Wir wol­len den Städ­ten und Gemein­den mit die­ser Sen­kung erkenn­bar ent­ge­gen­kom­men. Die Kom­mu­nen wer­den um rund 3,55 Mio € im Ver­gleich zum Plan­ent­wurf ent­las­tet. Das ist gera­de in Zei­ten der Pan­de­mie ein gro­ßer Schritt.“ Gleich­zei­tig stärkt der Hoch­sauer­land­kreis mit die­sem Haus­halt aber auch vie­le zen­tra­le The­men­be­rei­che, was sich auch am Stel­len­zu­wachs zei­ge: „Die neu­en Stel­len für einen Rad­ver­kehrs­be­auf­trag­ten und Mobil­funk­ko­or­di­na­tor beset­zen wich­ti­ge Zukunfts­the­men. Mit neu­en Stel­len durch den Pakt für den öffent­li­chen Gesund­heits­dienst und wei­te­re Mit­ar­bei­ter für die Füh­rer­schein­stel­le wer­den zudem zwei stark fre­quen­tier­te Berei­che der Ver­wal­tung ent­las­tet“, ergän­zen Schul­te und Wal­ter die Per­spek­ti­ve für den Hochsauerlandkreis.

Der mit der zusätz­li­chen Sen­kung ver­bun­de­ne Finan­zie­rungs­be­darf soll durch eine Inan­spruch­nah­me der Aus­gleichs­rück­la­ge mit rund 2 Mio€ und eine Ent­nah­me aus Gewinn­rück­la­gen von kreis­ei­ge­nen Gesell­schaf­ten mit rund 0,9 Mio€ gedeckt wer­den. Schul­te und Wal­ter beto­nen, dass das Eigen­ka­pi­tal der Aus­gleichs­rück­la­ge mit die­sem Vor­schlag bei 13,2 Mio € ver­blei­be, was rund 2,86% des Haus­halts­vo­lu­mens ent­spre­che. „Für den Hoch­sauer­land­kreis ist eine sta­bi­le Aus­gleichs­rück­la­ge in der Grö­ßen­ord­nung von 2,5 – 3,0% des gesam­ten Etat­vo­lu­mens für eine lang­fris­tig sta­bi­le Finanz­pla­nung sinn­voll und not­wen­dig. Die­ses wich­ti­ge Ziel kön­nen wir mit unse­rem Haus­halts­an­trag errei­chen“, so Lud­wig Schul­te und Fried­helm Wal­ter abschließend.