CDU-Abge­ord­ne­te aus Süd­west­fa­len wol­len Plä­ne gegen Fahr­ver­bo­te zügig umset­zen

Set­zen sich gemein­sam gegen Fahr­ver­bo­te ein: Hans-Jür­gen Thies (Kreis Soest), Dr. Mat­thi­as Hei­der (Kreis Olpe – Mär­ki­scher Kreis), Patrick Sen­s­burg (Hoch­sauer­land­kreis), Volk­mar Klein (Sie­gen-Witt­gen­stein) und Paul Zie­mi­ak (Mär­ki­scher Kreis).

Südwestfalen/Berlin. Die CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten aus Süd­west­fa­len begrü­ßen die Ent­schei­dung der EU-Kom­mis­si­on, die Plä­ne der Bun­des­re­gie­rung zur Abwen­dung von Fahr­ver­bo­ten in vie­len deut­schen Städ­ten zu akzep­tie­ren. „Durch das grü­ne Licht aus Brüs­sel kön­nen wir nun die Plä­ne der Bun­des­re­gie­rung zügig umset­zen und damit Fahr­ver­bo­te in vie­len deut­schen Städ­ten ver­hin­dern. Das ist eine gute Nach­richt für alle Pend­ler und Die­sel­be­sit­zer in Süd­west­fa­len“, so Mat­thi­as Hei­der (Lüdenscheid/Kreis Olpe), Volk­mar Klein (Sie­gen-Witt­gen­stein), Patrick Sen­s­burg (Hoch­sauer­land­kreis), Hans-Jür­gen Thies (Kreis Soest) und Paul Zie­mi­ak (Iser­lohn).
Die Bun­des­re­gie­rung hat­te vor­ge­schla­gen, dass Fahr­ver­bo­te künf­tig nur noch dann mög­lich sein sol­len, wenn die EU-Grenz­wer­te deut­lich über­schrit­ten wer­den. In vie­len deut­schen Städ­ten wird der Grenz­wert von 40 Mikro­gramm Stick­oxi­den pro Kubik­me­ter Luft nur gering­fü­gig über­schrit­ten. Fahr­ver­bo­te sol­len nach den Plä­nen der Bun­des­re­gie­rung künf­tig nur noch in Fra­ge kom­men, wenn mehr als 50 Mikro­gramm Stick­oxi­de pro Kubik­me­ter Luft gemes­sen wer­den. Die mög­li­chen Die­sel-Fahr­ver­bo­te in Sie­gen und Hagen wären damit vom Tisch.
„Fahr­ver­bo­te sind unso­zi­al und tref­fen beson­ders Pend­ler aus dem länd­li­chen Raum, die für den Weg zur Arbeit oft kei­ne Alter­na­ti­ven zum eige­nen Auto haben“, kri­ti­siert der hei­mi­sche Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Patrick Sen­s­burg. Von den Plä­nen der Bun­des­re­gie­rung wür­den aber auch alle ande­ren Die­sel­be­sit­zer pro­fi­tie­ren, die durch die Dis­kus­sio­nen um Fahr­ver­bo­te zum Teil mas­si­ve Wert­ver­lus­te ihrer Autos hin­neh­men muss­ten.
Die hei­mi­schen Abge­ord­ne­ten beto­nen dabei aber auch, dass sie wei­ter­hin die Luft­qua­li­tät in den Innen­städ­ten ver­bes­sern wol­len. Gera­de bei klei­nen Grenz­wert­über­schrei­tun­gen sei­en Fahr­ver­bo­te jedoch das fal­sche Mit­tel. Maß­nah­men wie Umrüs­tun­gen bei öffent­li­chen Fahr­zeu­gen, oder aber die Ver­bes­se­rung des Ver­kehrs­flus­ses sei­en hier die geeig­ne­te­ren Lösun­gen. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren habe es bereits deut­li­che Ver­bes­se­run­gen der Luft­qua­li­tät in vie­len Städ­ten gege­ben.
„Nach der Ent­schei­dung aus Brüs­sel wer­de ich mich gemein­sam mit mei­nen Kol­le­gen aus Süd­west­fa­len für eine zügi­ge Umset­zung der Plä­ne der Bun­des­re­gie­rung ein­set­zen“, so Sen­s­burg.